Eine einfache Wand kann ein erfahrener Mensch mit dem Bleistift planen. Dafür braucht es keine Software.
Ein Blatt Papier kostet fast nichts. Eine falsch bestellte Lkw-Ladung Betonblocksteine oder ein zusätzlicher Arbeitstag auf der Baustelle dagegen schon.

Planung im Wandzeichner: Ecken, Rücksprünge, unterschiedliche Längen. Ein Bild der Konstruktion, noch keine Baustelle und noch kein Nachweis, dass die Wand steht.
Software wird nötig, sobald die Wand aufhört, ein gerades Rechteck zu sein. Unterschiedliche Steinformate, unterschiedliche Wandhöhen, Ecken, 90°-Verbindungen, U-Wände, E-Wände, T-Anschlüsse, Verbände, Halbsteine, Mengen und Stücklisten. Und jede Änderung, während die Planung noch läuft: eine Ecke versetzen, eine Höhe ändern, eine Öffnung anders legen. Auf Papier wird daraus schnell eine Zeichnung, die niemand mehr nachzählen will.

Gebaute Wand, nicht geradeaus: eine abgestufte Reihe, daneben Steine mit anderem Format in einer Krümmung. Genau hier will man Format und Stückzahl kennen, bevor der Lkw kommt.
Wandzeichner ist ein Werkzeug. Es macht die Konstruktion sichtbar. Man kann Lösungen ausprobieren, Formate zuordnen, Mengen ermitteln und Fehler sehen, bevor bestellt wird. Daraus wird die Grundlage für Angebot und Baustelle.
Das Werkzeug ersetzt keine Erfahrung und schließt Planungsfehler nicht aus. Software kann rechnen und darstellen. Denken muss der Mensch. Eine Zeichnung, die aufgeht, ist noch keine Statik. Dazu der Beitrag Auch die schönste Wand kann umfallen.
Das Werkzeug selbst: wandzeichner.de. Überblick: Consulting.